Bereits seit dem Beginn der Entwicklung einer künstlichen Intelligenz (KI) gibt es verschiedene Kritikpunkte, die jetzt zuletzt nach der Mitarbeit Googles an KIs für das US-Militär intensiver aufgekeimt sind. Daher hat Google nun reagiert und angekündigt, sich bei der Entwicklung eigener KIs ab sofort an selbst auferlegte Standards und eigens entwickelte Ethik-Regeln zu halten.
Einer der wichtigsten Bausteine der neuen Ethik-Regeln stellt die Verpflichtung dar, künstliche Intelligenzen von Google niemals zur Bedienung oder Steuerung von Waffensystemen, beziehungsweise ähnlichen Systemen wie Zielerfassungen usw. zu nutzen. Damit wird auch das aktuelle Projekt „Maven“ mit dem Militär der Vereinigten Staaten abgebrochen.

Die „7-Gebote“ für Google KIs
Der bei Google in leitender Funktion tätige Sundar Pichai hat hierbei die neuen 7-Ethik-Regeln vorgestellt, dabei Ziele für KIs genannt und moralische Grenzen der Funktionalität gesetzt. Ein wichtiger Punkt ist das Verstehvermögen von einzelnen Kulturen und Vorurteilen im jeweiligen Kulturraum, in welchem sie eingesetzt werden. Algorithmen sollten beispielsweise Rassenvorurteile, sexistische Vorurteile und sonstige Vorurteile widerspiegeln. Denn dadurch, so ein weiterer wichtiger Punkt, können sich die Google KIs für die Allgemeinheit einsetzen, zum Beispiel in der Sicherheit, Energie, Gesundheit oder der Produktion.
Weitere Selbstverpflichtungen von Google ist eine Einhaltung des eigenen Datenschutzes sowie eine sorgfältige Sicherheitsüberprüfung der KI-Leistungsfähigkeit nach wissenschaftlichen Methoden.
Wie bereits erwähnt, verpflichtet sich Google dazu, keine militärisch nutzbaren KIs oder dem Menschen- und Völkerrecht wiederstrebende Algorithmen zu entwickeln. Eine Zusammenarbeit mit dem Militär, unter anderem für Systeme mit einer „angemessenen Sicherheitsbeschränkung“ (Eigenaussage Google) ist allerdings weiterhin möglich.

Die Folgen der neuen Ethik-Regeln von Google
Für den normalen Menschen und Nutzer haben die neuen selbstverpflichteten Regeln von Google keinerlei Auswirkungen, dennoch wird es für viele Menschen eine Erleichterung sein, dass Google die Zusammenarbeit am „Maven“-Projekt aufgekündigt hat. Damit existiert ein Unternehmen weniger, welches sich an der Entwicklung kriegerischer künstlicher Intelligenzen beteiligt, um fortan digitalen Krieg zu führen.