Gerade der Browser Google Chrome, dessen Mutterkonzern Google seine Einnahmen hauptsächlich über Werbung generiert, hat einen eigenen Werbefilter („Ad Blocker“) angekündigt.
Dies soll voraussichtlich den Grund haben, dass Nutzer nicht mehr darauf angewiesen sind, google-fremde Systeme herunterzuladen, sondern direkt bei dem „Produzenten Google“ bleiben.
Der Vorteil für den Suchmaschinenriesen: Er kann bei seinem eigenen AdBlocker kontrollieren, welche Werbung gesperrt wird und welche nicht. Damit erreicht das Unternehmen den Vorteil, dass sie Fremdwerbung unterdrücken, die eigene Werbung oder bezahlte Fremdwerbung auf Google allerdings anzeigen kann.

Mit einem AdBlocker fremde Programme überflüssig machen
Der eigene Werbefilter soll wie bereits erwähnt hauptsächlich Fremdsoftware überflüssig machen. Trotz der Aussage des Google-Managers Michael Todd, dass aus dem eigenen AdBlocker „kurzfristig […] keinerlei Nutzen“ gezogen wird, sind viele Online-Experten skeptisch, was das neue System betrifft. Google hat durch seinen eigenen AdBlocker, der voraussichtlich auch als Download auf fremden Browsers wie Firefox, Opera oder dem Explorer herunterladbar sein soll, die Möglichkeit, das bereits existierende Markenangebot weiter zu vergrößern und auch außerhalb des eigenen Browsers die Werbung „zu kontrollieren“. Beispielsweise kommentierte der VDZ (Verband Deutscher Zeitschriftenverleger) in einem Artikel: Google wird „mit der Filterung der „Bad ads“ [Anmerkung: In Googles Augen zu unterdrückende Werbung] noch mehr zum Entscheider darüber, wer welche Anzeigen schalten kann“ und macht es sich selbst möglich, „damit mehr Geld zu verdienen“.
Grundsätzlich stelle Google Chrome schon mit 56% Marktanteil den mächtigsten Browser dar, dies solle nun weiter ausgebaut werden, so der VDZ weiter.

Googles AdBlocker: Ein Vorteil für den Nutzer?
Der Megakonzern argumentiert hierbei von einer anderen Seite. Es wurde mehrmals bestätigt, dass Google nicht selbst entscheide, welche Werbung unterdrückt wird, sondern sich an den „better ad standards“ orientiert werde. Dies sind die allgemeinen und internationalen Vorgaben, welche die „Coalition for better ads“ aufgestellt hat und regelmäßig aktualisiert. Die Koalition besteht aus großen Konzernen wie beispielsweise der Washington Post, dem Axel-Springer-Verlag und Microsoft.
Für den Nutzer lässt sich auf jeden Fall eines festhalten: Es wird ein AdBlocker auf den Markt kommen, bei dem man keine Angst mehr um Funktionalität oder irgendwelche Viren oder Datenklaumechanismen haben muss.